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Die Grafschaft Crichingen (1365-1795) 

Im 17. Jahrhundert zählten die Herren von Crichingen zu den reichsten Familien in Deutsch-Lothringen.
Durch eine geschickte Heiratspolitik und durch den Ankauf von Gütern und Rechten verschiedenster Arten verstanden sie es, ihren weit gestreuten Besitz zu festigen und zu vergrößern.
Der Stammsitz dieses aus dem Hause Dorsweiler (Torcheville zwischen Sarrealbe und Dieuze) abstammenden Geschlechts war Schloß und Dorf Crichingen, heute Creange, südwestlich von St.Avold.
Als Ahnherr der Familie ist Johann von Dorsweiler, Herr zu Crichinge, anzusehen,
der etwa von 1365 bis 1389 regierte.
Sein Sohn Johann, gest. um 1424, brachte durch seine Ehe mit der Erbtochter Irmgard von Püttlingen in Luxemburg diesen Besitz an seine Familie. Ein noch größerer Güterzuwachs erzielte dessen Urenkel Johann V., gest. 1531, als er sich mit Irmgard von Rollingen, heute Raville an der Nied, vermählte. Unter den Söhnen Johanns V. wurde der Besitz aufgeteilt. Georg begründete die evangelische Linie Crichingen-Pittingen-Bacourt und Wirich die katholische Linie Crichingen-Hombourg-Bruchkastel.
Erst 1617 werden die Herren von Crichingen von Kaiser Matthias in den Grafenstand erhoben, gehören also zum hohen Adel des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
Graf Peter Ernst von Crichingen war der erste, der diesen Titel tragen durfte.
Im Jahre 1659 mußte der Graf von Nassau-Saarbrücken den Grafen von Crichingen seinen Anteil an Saarwellingen als freie Reichsherrschaft überlassen, da er die Forderungen der Crichinger in Höhe von 24000 Gulden nicht bezahlen konnte.
Vorher war Saarwellingen zuerst dreigeteilt. Crichingen-Rollingen und Nassau-Saarbrücken, und dann zweigeteilt, als Rollingen von Crichingen übernommen wurde.
Mit dem Tode von Graf Max Ernst von Crichingen am 13.09.1697 erlosch der Mannesstamm.
Die Erbin von Crichingen, Anna Dorothea, übertrug die Grafschaft an ihren Ehemann, den Grafen Edgar Ferdinand von Ostfriesland. Dessen Sohn Friedrich Ulrich hinterließ nur eine Tochter, Christine Louise, die 1726 den Grafen Johann Ludwig Adolf von Wied-Runkel heiratete. So kam die ganze Grafschaft Crichingen in den Besitz der Grafen von Wied-Runkel. Graf Christian Ludwig von Wied-Runkel erhielt 1765 den Sitz und die Stimme der Grafen von Crichingen im Wetterauer Grafenkollegium des Reichstages. 1791 wurde er in den Fürstenstand erhoben.
In den Jahren 1793 bis 1797 besetzten französische Revolutionsgruppen nach und nach die Gebiete der Grafschaft Crichingen. Die Herrschaft des Grafen hatte ein Ende, und im Frieden von Luneville 1801 werden die linksrheinischen deutschen Lande der französischen Republik einverleibt.

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